Fotofalle

Esther Schena dienen Infrarotfotografien von Fotofallen in den Wäldern Graubündens als Ausgangspunkt für ihre Arbeit. Die Aufnahmen von Wildtieren werden von der Künstlerin in kleinformatige Malereien übersetzt. Dadurch findet eine Transformation und Abstraktion des Ausgangsmaterials statt. Besonders auffallend sind dabei die leuchtenden Tieraugen auf zwei Bildern, die den Betrachter unmittelbar adressieren und die Funktion des Bildes als ein Äusserungsdispositiv hervorheben. Es wird eine Blickkonstellation etabliert, die das ambivalente Verhältnis von Mensch und Tier, das zwischen romantischer Natursehnsucht und Naturbeherrschung changiert, ans Licht hebt. 

Gaudenz Metzger